Die Besucher der “Festa dell’Unità” konnten am letzten Juliwochenende in Bozen ihre Meinung zur Demokratischen Partei in einem Umfragebogen kundtun. “Wir wollten verstehen, was sich die Wähler von Mitte-Links von der neuen gemeinsamen Ulivo-Partei erwarten, die am 14. Oktober mittels Primärwahlen der Parteiführung aus der Taufe gehoben wird” sagt der Sprecher der Linksdemokraten Alexander Tezzele. “48 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage waren Frauen, 52% Männer. Fast genau 75% wohnen in der Stadt Bozen. 71% gehören der italienischen, 20% der deutschen, 1% der ladinischen Sprachgruppe an, und 8% der Teilnehmer erklärten sich als Gemischsprachig. Rund die Hälfte der 231 Fragebögen wurden am Zelt der Linksdemokraten ausgefüllt, die anderen an den Tischen. Wir sind sicher, eine gute Datenbasis zu haben, welche die Stimmung unter den Mitte-Links-Wählern aufzeigt, denn nicht nur Parteimitglieder, sondern auch viele andere Bürgerinnen und Bürger, die nur am Fest teilnehmen wollten, waren gekommen.”
Der Fragebogen bestand aus vier Fragen mit mehrfachen Antwortmöglichkeiten, sowie einer fünften offenen Frage zu den Erwartungen und Hoffnungen bezüglich der Parteigründung. Auf die erste Frage “Ist es richtig, die Demokratische Partei zu gründen?”, antworteten 83% mit Ja und 17% mit Nein. Unter den Befürwortern meinen knapp 50%, dass damit die Krise der Politik überwunden werden kann, die anderen trennen sich in jene, die mit der Demokratischen Partei das Mitte-Links-Bündnis in Südtirol stärken wollen und in jene, die sich darauf freuen, dass unterschiedliche Ideen und politische Traditionen zusammenfinden.

Die Antworten auf die zweite, dritte und vierte Frage zeigen, dass die Besucher der Festa dell’Unità eine allen Sprachgruppen offene Partei wünschen, und nicht eine “Italienerpartei” oder eine Partei der Sprachminderheiten. Diesen Möglichkeiten wurde eine sehr klare Absage erteilt. Weiters wünschen die Teilnehmer der Umfrage, dass sich die Partei um die Fragen der Zukunft Europas, Italiens und der Welt kümmere, aber mehr Betonung auf die Entwicklung in Südtirol und den Gemeinden lege. “Eine Partei, der Südtirol am Herzen liegt, die sich aber bewußt ist, dass die Welt nicht in Salurn oder am Brenner aufhört, und dass viele Probleme nur in Zusammenarbeit mit anderen lösbar sind”.
Starkes Interesse herrscht am Thema Umwelt und Landschaftsschutz, gefolgt von der Chanchengleichheit zwischen Frauen und Männern und der Gleichberechtigung aller Sprachgruppen in Südtirol, sowie der sozialen Gerechtigkeit und der Lebensqualität. “Diese Daten werden wir dem Promotorenkomitee für die Demokratische Partei in Südtirol zur Verfügung stellen, damit es diese Akzente in das Südtirol-Manifest einbauen kann” meint Christian Tommasini, der darin eine Bestätigung seiner politischen Linie sieht.

Die zehn wichtigsten Themen für die Demokratische Partei